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XIX in Saufen nach der Weichfel und fchoß auf das gegenfeitige Ufer gegen die dort aufgeftellten Deftreicher , welche darauf mit Kanonenfalven eriviverten, Nachdem die Nacht fonft ruhig vorübergegangen verfammelte fi dad Volf am Morgen de3 23. Februars …
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AX von allem Anfange die Krafauer Bürgerfchaft und die Bewohner des Frei: ftaates bedeutend eingefchlichtert worden; dazu Fam, daß überhaupt fein recht inniges Einverftändniß zwifchen der Stadt und dem Dictator und fei- nerXiegierung, noch viel …
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XXI und zahlreiche Menfchenmaffen Antheil nahmen. Als vdiefelben indeß auf dem andern Ufer ver Weichfel anfamen ward fie von ven dftreichifchen Truppen, welche unterdeß mit neuen Verftärfungen wieder bis hierher vorgerückt find, von allen Seiten …
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144 in gleichem Elend lebten und einen fehreienden Kontraft darboten. Die zu Anfang diefer Epoche gewonnenen Siege dürfen euch nicht täufchen ; 2 fie Eonnten weder den Wohljtand noch die Kraft des Landes befördern und = erhöhen. Welchen Vortheil kann man …
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145 dete. Der Abel hegte schon eine große Abneigung gegen daffelbe, als man nach dem Tode Stephan Batoris Siegmund II. Wafa, Sohn des Königs von Schweden und einer gebornen Jagellonin, auf den Thron berief, Diefer Fürft vief den Polen und Lithauern die …
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' N N ' 146 zur Nede geftellt und gendthigt fich über fein Benehmen zu erklären und fi wegen Verlegung der Gefege und feiner Cide zu rechtfertigen. Nur durch wiederholte Verfprechungen und BVerficherungen der öffentlichen Meinung nicht mehr entgegen …
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147 CLIV. Krieg mit Schweden wegen Lievland. Siegmund IH. war ein guter König, aber er wußte feine Auswahl zu treffen unter den Leuten feiner Umgebung und befolgte oftmals ihre tvie man weiß, nur über Bauern regierte? DBedenfet tag Stephan Batori, glorz …
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EEE i | 148 3 fchlimmen Nathfchläge. Aus diejen Gründen verlor er auch die Krone N Schwevens, die er nach dem Tode feines Vaters geerbt hatte, und die jich 34 l wefenheit erforderlich würde, Gr machte endlich den Vorfehlag, einen Gefandten HN nach …
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149 fein Obheim Karl, Herzog von Südermannland, aneignete. Diefeg Er: eigniß verwiskelte Polen in einen Krieg, deffen Schauplag und Kampf: preis Lievland war. Weder die von Johann Zamoisfi errungenen glän- zenden Siege, noch) die im Jahre 1605 von Johann …
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150 Bortheil der Evelleute ausftelen, jo konnte bie Republik nichts Dabei ge= winnen. Lithauen hatte noch ven Vortheil feine Oefebgebung zu vervoll- fommnen, und der dritte Entwurf feines Statuts wurde im Jahre 1588 angenommen und in reuffiicher Sprache …
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151 brachen. Ich werbe bloß eine allgemeine Ueberficht von viefen betrübenz pen Greigniffen geben. Zwietracht herrfehte unter den fich befehdenden Magnaten, Mehrere waren unzufrieden weil fie ihren Einfluß bei Sof verloren hatten, andere machten vem König …
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152 CLVII. RD ot Die zweite Bermählung Siegmund’s II. mit einer Deftreicherin, der Schwefter feiner erften Frau, die er im Jahre 1605 gegen ven Willen Yaftet zu werden, die ftets als unzulänglich erklärt werden, wenn das Volk unter ihrem Gewichte feufzt …
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153 de8 Senates fchloß, brachte den Adel gegen ihn auf. Zebrzivongfi und Janus Nadzivill, die gegen den König befonders aufgebracht waren, erfe ich einen Blick auf die inneren Angelegenheiten, fo ftoße ich zuerft auf den Mangel an militärifcher Disciplin, …
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154 ftellten fich an die Spige der allgemeinen Bewegung der Nation. Man betrachtete fie, wie einige andere Ruheftörer, als die Haupter einer Empd- Majeftät nicht geruft, von ihrem Starrfinn abzugehen, In meiner, Eigenfchaft als Senator erfläre ich, daß …
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155 rung: allein hunderttaufend Staatsbürger die fich erhoben hatten, theil- ten ihre befonberen Beweggründe gewiß nicht. Nein, fie verfammelten fhwerden gegen Ew, Majeftät Haben wir nur zu viele, und wenn Ihr nicht in Euch gehet und Euch nicht beffert, …
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181 retten, Während alfo die benachbarten Staaten immer mächtiger wurden, befand fich Polen, obgleich e8 feine geographifchen Grenzen beibehielt, in einer anderen Lage. CLXXXI. Verfall des Handels und der Gewerbe, MWohfftand, Gemwerbfleiß und Handel …
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h\ Mi n ! N \ i ı ' bi h 182 Produkte, wie Zucker und andere Spezereien; ferner verfchiedene Sorten Wein, hauptfächlich franzöfifche Weine, die damals beliebter waren al3 die ungarifchen ; Del, Häringe, Waaren aus ihren eigenen oder aus bels gifchen …
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183 Küche bei. Ieves Gericht trug man auf einer befonderen Platte auf, fteltte fie aber nicht mehr auf die Tafel; man ließ fie durch Bediente her= umtragen, ung fie ven Güften zu präfentiven. Zu diefem Gejchäfte wur: ven Pafnien nöthig. Die altmodifchen …
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184 Körper bi8 zu den Küften; weite Tafchen von übermäßiger Größe an jever Seite, mit Fifchbein verfehen, erweiterten ihre aus fehr reichen Stoffen ver- fertigten Kleider, die oft in eine lange Schleppe ausliefen. Statt ded Kragens trugen fie um den Hals …
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. 185 andern erlitten eine fehreckliche Verminderung. In den Dörfern wo man früher die Häufer nach Hunderten zählte, war häufig fein Drittel mehr übrig, Im gleichem Verhältnif nahmen auch die Städte ab. Die einft fo fleißig angebauten Feloer heveckten fih …
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186 des, ihre Brüder, meil fie die gleiche Sprache redeten und daß gleiche Blut in ihren Adern floß; daß nur das blinde Schiekfal und die unge: rechte Gewalt in eine untergeoronete Stellung fte verjeßt hatten. Je grö= Ber ihre Armuth, ihre Dürftigfeit …
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187 CLXXXVI. ®o dd... Der größte Theil der alten Schulen war eingegangen. Polen hatte jenen Ruf verloren, den e3 fich durch feine Aufklärung und durch feinen Sinn für Wifjenfchaften erworben hatte, In allen Werfen riß ein fchlechter Stil und verdorhener …
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188 dad von den Franzofen erlernte, in der nationalen Sprache unbekannte Wort honneur auf. Diefe honneur vermehrte jene blutigen Händel, vie man unpafjender Weife Duelle nannte. Aber fo viel war ausgemacht, daß ein folcher Raufbold, Nenommift oder …
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189 fchlecht für immer verfchtwinden follte. Alle diefe Betrachtungen, alle diefe Erinnerungen erweckten ein fehmerzliches Gefühl der Nührung, und als die beiden Kammern zum legten Mal zum Handkuß des Königs zuge: laffen wurden, brach Alles in Schluchzen …
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non oem men nn non m 190 chaels im Jahre 1675 jelbft als König gewählt wurde, Vom Schlacht: feld aus eilte der tapfere Sobiesfi zur Wahl und zur Krönungszeremonie, Nachdem er die Türfen und Tartaren bereits mehr als einmal gefchlagen hatte, jah er fih im …
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191 Moskoviter befaßen auf immer abgetreten wurve. Im feinen Feldzigen gegen die Türken war er ftetS von der Hoffnung belebt, irgend ein Für: ftenthum, wenigftens das der Moldau, für feinen Sohn zu gewinnen. Allein DOeftreich taufchte ihn ftetS in feinen …
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rer } u u | j | 4 l £ Pr Fr f f a 5 I I B I N I} m nee una nn nn a - 192 Anhänger diejes Haufes faßten den Plan Sobiesfi der Krone zu berauben, und biefer Fürft hatte mit venfelben Widerwärtigkeiten zu Fümpfen, bie im Jahre 1680 Unterbefehlshaber und …
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193 er feinem Vorgänger Michael bereitet hatte. Den größten Derdruß aber verurfachte ihm feine Gemahlin. Diefe hochmüthige, tänfefüchtige Frau, two er mit vielen Krankheiten zu Fämpfen hatte, welche bas Bischen Genie, das ihm zu Theil geworden war, …
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106 | kin san mas neben onen 7 in dem dicken Walde mit ihren langen Saaren an den Baumäften hän- | i gen und famen elendiglich ums Leben, Der durch diejen Berluft gebeugte ’ } Adel wollte glauben, daß ihm verfelbe durch Johann Albert auf den Rath des …
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Ä Ä 8 = % = = 107 und gibt fich Ausfchweifungen Hin: auf diefem Punkte ftand der polnijche Adel, Wo Leivenfchaften und Haß die Parteien erbittern, da find die hefz tigften Gewaltthätigfeiten zu fürchten. Diefe Gefahr liefen die lithauifchen Magnaten zu …
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